Ausbildung
Wir
bilden die Hunde in allen Bereichen der Rettungshundearbeit aus. Die
individuelle Veranlagung des einzelnen Hundes sowie das Können und
Eignung des Hundeführers legen den Grundstein für die
jeweilige Ausbildung. Sicherlich liegen die Leistungen des Hundes im
Zusammenspiel von Anatomie und Motivation. Das Geheimnis eines
guten Rettungshundeteams liegt aber in der Harmonie von
Hund und Hundeführer. Aus diesem Grund liegt bei der
Ausbildung eines Rettungshundeteams das Augenmerk meist
schwerpunktmäßig auf der Ausbildung des Hundeführers.
Es
gibt unterschiedliche Gebiete der Rettungshundearbeit. Wobei jedes
einzelne individuelle Ansprüche an die Ausbildung desselben stellt.
Flächensuche
Flächensuchehunde
werden bei Suchen nach vermissten Personen im Gelände
(Wald/Wiese/Gebirge,...) eingesetzt. Meist handelt es sich um Wanderer,
die nicht an ihrem Zielort angekommen sind oder verwirrte,
orientierungs-lose Alzheimer-/ Demenzkranke, suizidal veranlagte
Menschen oder Kinder.
Ein Flächenhundteam sucht ein zugewiesenes Gebiet eigenständig und
selbständig ab. Dabei kann ein einziger Hund eine Suchkette von 30-40
Menschen ersetzten.
Der Hund arbeitet dabei ohne Leine. Hat der Hund eine vermisste Person
gefunden zeigt er diese je nach Arbeitsweise und Ausbildung als
'Verbeller' oder 'Rückverweiser' seinem Hundeführer an.
Der
Verbeller zeigt durch lautes Bellen direkt bei der Personen an.
Der
Rückverweiser kommt zu seinem Hundeführer zurück wenn er die Person
gefunden hat und führt ihn auf direktem Weg zur vermissten Person zurück.
Trümmersuche
Die
Arbeit der Trümmerhunde ist vor allem durch die Berichterstattungen der
Medien bei Naturkatastrophen in den Erdbebenregionen bekannt. In den
europäischen Regionen sind meist Gasexplosionen der Anlass für Einsätze
von Trümmerhunden
Die Ausbildung erfolgt bevorzugt auf wechselnden Abrissgeländen mit
Abruchgebäuden, unter möglichst realistischen Bedingungen. Anfangs
auch in den gängigen Zivilschutzeinrichtungen. Die Teams müssen lernen
vorhandene Schadenslagen zu erkennen und einzuschätzen. Ein Trümmerteam
braucht starke Nerven um unter Zeitdruck und dem Wissen möglicher
Gefahren arbeiten zu können. Trümmerarbeit verlangt von den Hunden und
Hundeführern enorme Konzentration und sehr disziplinierte Arbeit bei
der sich das Team trotz extremer Stresssituation weder von Lärm noch
anderen Einwirkungen ablenken lassen darf.
Mantrailer
Mantrailing
ist eine besondere Art der Personensuche. Der Hund wird am letzten
gesicherten Punkt angesetzt an dem die vermisste Person zuletzt gesehen
wurde. Er verfolgt zielsicher die Spur des Individualgeruches der zu
findenden Person anhand eines ihm als Referenz angebotenen
Geruchsgegenstandes (Mütze, Haarbürste, Bezug eines Autositzes,....).
Dabei muss er eine Spur in jedem Gelände, in der Stadt, auf Asphalt und
im Wald verfolgen und eine Person aus einer Menge von Menschen
herausfinden können. Es spielt keine Rolle ob die Person zu Fuß, oder
z. Bsp. mit dem Fahrrad unterwegs ist. Der Mantrailer zeigt die Person
durch Anspringen, Vorsitzen und/ oder Verbellen an.
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